Bild von ©Max-Ferdinand Zeh

Wir gestalten wirksame Konfliktbearbeitung

Konfliktbearbeitung reicht vom einzelnen Gespräch bis zum mehrjährigen Prozess. 

Alle Maßnahmen profitieren davon, wenn sie an Wirkung orientiert sind. Die systematische Beschäftigung mit Zielen und erreichten Veränderungen verschafft Klarheit und ermöglicht eine fachlich fundierte Reflexion mit den Zielgruppen und Auftraggebenden der Konfliktbearbeitung.

Was ist Wirkung?

Unter Wirkungen verstehen wir nachweisbare Veränderungen bei den Zielgruppen, die plausibel auf Maßnahmen der Konfliktbearbeitung zurückgeführt werden können.

  • Nachweisbare Veränderungen sind beobachtbar und beschreibbar, aber nicht immer mit quantitativen Mitteln messbar.
  • Veränderungen können im Verhalten, im Handeln, in Beziehungen, Einstellungen, Haltungen oder Werten von einzelnen Personen oder größeren Zielgruppen sowie in Strukturen auftreten. Maßnahmen der Konfliktbearbeitung zielen auf positiv eingeschätzte Veränderungen ab. Wir unterscheiden zwischen intendierten und nicht-intendierten Veränderungen. Dabei sollten auch potenziell negative Nebeneffekte reflektiert werden.
  • In Wirkungsdiskursen wird unterschieden zwischen Input, Output, Outcome und Impact. Von Wirkung sprechen wir, wenn sich ein Outcome oder gar Impact feststellen lässt. Weitere Information dazu finden sich im Leitfaden der Bertelsmann Stiftung.
  • In sozialen Zusammenhängen wie der Konfliktbearbeitung gibt es aufgrund der Komplexität von Einflüssen und Wechselwirkungen in sozialen Feldern keine einfachen Wirkungsketten.
  • Vielmehr sind die Wirkungszusammenhänge hier multikausal. Deshalb werden systemisch aufgebaute Wirkmodelle eingesetzt, die unter Berücksichtigung von Zuordnungslücken plausible Zusammenhänge zwischen Maßnahmen und Wirkungen in komplexen Systemen beschreiben. Zugrunde liegt hier meist eine ‚Theorie des Wandels‘, die explizit gemachte Wirkannahmen beinhaltet.

Wirkungsorientierung bedeutet, dass Maßnahmen der Konfliktbearbeitung an angestrebten Veränderungen ausgerichtet sind. Diese Veränderungen werden zunächst beschrieben, um daraus konkrete Ziele abzuleiten, welche regelmäßig überprüft und angepasst werden. Hieran richten sich Prozess und Aktivitäten aus.
Wirkungsorientierung:

  • umfasst die regelmäßige Reflexion der intendierten sowie nicht-intendierten (positiven wie negativen) Veränderungen.
  • unterstützt intern die Organisation als lernendes System und ermöglicht inhaltliche Steuerung und Qualitätssicherung.
  • zielt darauf ab die gesellschaftliche Bedeutung von Konfliktbearbeitung sichtbar und nachvollziehbar zu machen.